Der Verein Janet Mondana e.V. im Spiegel seiner Ideen und Projekte
Im Gedenken an Mondo und seine Kunst
Als Monn d’Ho (genannt Mondo und für seine Performanceauftritte Janet Mondana) im November 2004 zu Tode kam, gründeten der große Freundes- und Bekanntenkreis des Künstlers einen Verein, den Verein Janet Mondana e.V., um diesen hervorragenden und viel zu wenig bekannten Maler und Performer trotz seines Todes bekannt zu machen. Seit März 2006 ist der Verein im Register eingetragen und gemeinnützig. (Finanzamt für Körperschaften Nr.:27/680/70393).
Janet Mondana war der Name, mit dem Mondo seit Amsterdamer Zeiten Anfang der achtziger Jahre seine weiblichen Anteile ausprobierte und sie in bestimmten Situationen leben wollte. Er genoss es, in engem Outfit aufgestylt und grell geschminkt auf der Bühne zu stehen und in Kommunikation mit seinem Alter Ego zu treten. Den Name Janet lieh sich Mondo von einem frühen queeren Mensch aus Belgien mit liberalem, emanzipatorischem und kämpferischem Selbstbewusstsein aus. Um ihr noch einmal seine Referenz zu erweisen, schrieb Mondo in seiner letzten Email an zwei Freunde und an mich, dass die „Janet Mondana Foundation“ gegründet und seine Kunst auktioniert werden solle, um die Schulden an seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu bezahlen. Wenn Geld übrig bliebe, solle es für die „Rekonvaleszenz von HIV-erkrankten Künstlern“ gespendet werden.
Die Initiative Vereinsgründung wurde von seiner Familie auf der Beerdigung in Kontich, Belgien besprochen, von ihr von Anfang an unterstützt und wir in Berlin zu dieser Aktivität motiviert. Die drei Belgischen Frauen, vertreten durch Suzanne H.-C., sind dabei, den Nachlass dem Verein zu übertragen, damit für beide Seiten Rechtssicherheit gegeben ist. Die Übertragung der Urheberrechte ist gerade dabei geregelt zu werden.
Trauer und Wut und Elan für einen Künstler und Freund
Unsere erste Handlung war die Organisation der Gedenkveranstaltungam 28. November 2004 im Open pace, Adalbertstraße, Berlin, wo die Performance-Reihe, von der Gallery SoToDo e.V. veranstaltet, stattfand. Seinen, für diesen Tag geplanten Auftritt am 58. Geburtstag, wandelten wir in ein Gedenken an den toten Mondo um. Viele seiner Freunde waren gekommen, über seinen plötzlichen Tod voller Fragen, geschockt und entsetzt. Die Gallery SoToDo e.V. ist vom Anfang ihres Galerielebens für Mondo ein Arbeits und Auftrittsort gewesen. Einige Gemälde stellten wir im Open Space aus, Theodor hielt eine Rede auf Mondo, und einige erzählten von ihren Erlebnissen mit Mondo.
font-family: ArialMT;”>Die Freunde in Amsterdam wurden aktiv, und organisierten eine sehr schöne und nahegehende Gedenkveranstaltung im Februar 2005 in Amsterdam, zu der zahlreiche Freunde und Bekannte Mondos aus Holland angereist kamen. Im Zaal 100, in dem Mondo mehrere Ausstellungen in den achtziger Jahren hatte, versammelten Els van de Beukering und eine handvoll Kunstwerke Mondos zu einem eindrucksvollen, spontan eingerichtetem Enviroment Mondoscher Malerei. Ansprachen, Anekdoten und eine Malaktion im Stil des Actionpaintings ließen uns Mondo nahekommen. Wir wurden von einer sehr witzigen, geistreichen und kenntnisreichen Moderation von Aja Waalwyk durch den Abend begleitet, der erst am frühen Morgen endete.
Das Schreiben einer Satzung mit detaillierter Formulierung der Aufgaben und Ziele war notwendig, um als gemeinnütziger Verein eingetragen werden zu können. FreundInnen wurden gefragt, ob sie den Vorstand bilden und Verantwortung für die Vereinsarbeiten übernehmen möchten, zu denen u.a. die regelmäßig stattfindenden Sitzungen gehören.
Eines der wichtigsten Projekte ist die Herausgabe einer Gesamtkataloges seiner Kunstwerke sowie die Erstellung des Werkverzeichnisses. Alle drei Projekte sind sehr umfassend und ziehen sich, allein wegen Recherchen und Materialzusammentragung, hin.